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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Ade liebste Federwiege

Liebe Federwiege, 
heute haben wir von Dir Abschied genommen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Über sieben Monate warst Du in unserer Familie und hast uns beigestanden, besonders in den ganz schlechten Zeiten. Hatte das Baby wieder dolle Bauchschmerzen, hast Du es sanft in Deine Arme genommen und in den Schlaf gewiegt. Wenn das Baby schrie, weil es nicht zur Ruhe kommen konnte, hast Du ausdauernd gewippt, bis das kleine Wesen in Deinem Korb friedlich war. Nächtelang hast Du uns zur Seite gestanden, wenn wir mit müden Augen im Sessel neben Dir saßen und das Baby in Dir geschuckelt haben. Dann kam der Zeitpunkt, wo aus dem unruhigen Bauchwehbaby ein großer, zufriedener Moppel wurde, der plötzlich so lang war, das er kaum noch in den Korb passte. Da wurde uns klar, das es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Als dann der Anruf von hilfesuchenden Großeltern kam, die dringend eine Federwiege für ihre kleine, zwei Wochen alte, immer nur schreiende Enkeltochter brauchten, wussten wir: Es ist soweit. Jetzt haben sie Dich gestern abgeholt und wir haben Dich schweren Herzens mitgegeben und Dir traurig hinterher gewunken. Mit einem kleinen Lächeln im Herzen. Ein neuer Abschnitt beginnt für uns, bald wird das Baby krabbeln können, wird weiter wachsen, sprechen lernen. Auf Dich wartet eine neue Aufgabe und wir sind uns sicher, das Du diese großartig meistern wirst! Liebe Wiege, wir danken Dir sehr, für Deine Geborgenheit, Deine Ausdauer, für alles. Wir werden Dich nicht vergessen! 


Dienstag, 23. Oktober 2012

Klimperwimper.

Hach. Ich liebe diesen kleinen Kerl einfach. Mit seinen Wimpern, seinen Sommersprossen, seinem herzallerliebsten Wesen, seiner stürmischen Art und der sanften Seele. Viel zu schnell ist er groß geworden, nächstes Jahr kommt er schon in die Schule. Beim Gedanken daran bekomme ich graue Haare und eine Gänsehaut. Wie wird er diesen neuen Lebensabschnitt packen? So viele Steine wurden ihm durch seinen mißlungenen Start ins Leben in den Weg geschmissen... Wie oft wünsche ich mir, einfach die Zeit zurückdrehen zu können, um die Geburtsstrapazen und die Todesangst, die er durchmachen musste, durch einen geplanten Kaiserschnitt zu nehmen. Wie oft könnte ich einfach nur dasitzen und weinen, weil er mir so unendlich leid tut. Und dann wiederum seh ich ihn an. Und seh in ihm diesen starken Kerl, der er ist. Sehe seine Sensibilität als Pluspunkt, ihn als Kind mit vielen Stärken, nur wenig Schwächen. Den Jungen, der seinen Weg machen wird. Den perfekten, kleinen Menschen. Mein großes Herzenskind. Und ich möchte wieder weinen. Vor Glück. Gleich geh ich nochmal rauf in sein Zimmer, werde mein schlafendes Kind in den Arm nehmen und ihm ins Ohr flüstern wie stolz ich auf ihn bin.

Montag, 15. Oktober 2012

Du, mein großes Herzenskind...

Vor ein paar Tagen hat mein Herz einen großen Knacks bekommen. Ganz nüchtern hast Du festgestellt, das wir in Deinen Augen Deinen kleinen Bruder mehr lieben als Dich. 
Punkt. Stille. Schluck. 
Sofort sind mir die Tränen in die Augen geschossen, ich bin zu Dir geeilt und hab Dich fest, ganz fest in meine Arme geschlossen. Mein Herz hat geschrien vor Schmerz und ich war im ersten Moment so hilflos, es war furchtbar. Natürlich haben wir Dir gleich erklärt, das es nicht wahr ist, das wir keinerlei Unterschiede zwischen Euch beiden machen, das wir Euch beide gleich doll liebhaben, so sehr, das wir fast meinen platzen zu müssen, weil so viel Liebe gar nicht in einen Menschen hineinpassen kann. Das Lönne momentan ein bißchen mehr Hilfe braucht als Du und deswegen manchmal auch ein bißchen mehr Zeit "in Anspruch nimmt". Allein der Gedanke, das sich in deiner kleinen Seele das Gefühl breitmacht, nicht so sehr geliebt zu werden, wie der kleine Bruder, bringt mich fast um. Ja, wir haben momentan eine schwierige Zeit, Du testest Grenzen aus, hörst nicht auf das, was wir sagen, der ganz normale Entwicklungsprozess eines Sechsjährigen. Und doch müssen wir dann manchmal durchgreifen, Dir Grenzen aufzeigen, auch mal schimpfen. Ist es das, was Dich in Deinem Glauben an unsere Liebe schwanken lässt? Du liebst Deinen Bruder abgöttisch, zeigst keinerlei Eifersucht ihm gegenüber, himmelst ihn an, so wie er Dich auch. Du bist einfach der beste große Bruder, den man sich nur vorstellen kann. Das sagen wir Dir oft. Und das macht Dich stolz, auch wenn es eine Selbstverständlichkeit für Dich ist. An diesem Nachmittag, als Du diesen Satz gesagt hast, haben wir lange mit Dir darüber geredet. Und es schien Dir auch alles einleuchtend zu sein - ein fader Nachgeschmack bleibt. Was, wenn wir als Eltern nicht in der Lage sind, unsere bedingungslose Liebe zu zeigen? Oder ist das jetzt einfach eine Phase, die vorbeigehen wird? Ich weiß es nicht. Aber ich werde daran arbeiten, mich noch mehr beobachten, Dich noch öfter in den Arm nehmen, festhalten und Dir sagen, wie sehr ich Dich liebe. Denn das tue ich. 
Bedingungslos. Für immer. Mit jeder Faser meines Herzens.

Deine Mama

Sonntag, 14. Oktober 2012

Sieben Monate

Die Zeit vergeht wie im Flug. Du bist heute auf den Tag genau sieben Monate alt. Sieben Monate ist es schon her, das ich Dich nach einer langen, wunderschönen Geburt in die Arme schließen konnte, atemlos alles Finger und Zehen zählte um schließlich verzückt Deinem Schreien zu lauschen. Wie auch damals schon bei Deinem großen Bruder, war ich von der allerersten Sekunde an unsterblich in Dich verliebt. Kaum zu glauben, das Du jetzt schon so groß bist. 
Mit Deinen sieben Monaten hast Du schon so viele Dinge gelernt und täglich kommen neue dazu. 
  1. Du drehst Dich vom Rücken auf den Bauch und zurück und wirst jeden Tag schneller. 
  2. Du robbst. Rückwärts. :)
  3. Du bist stolzer Besitzer von den unteren und oberen Schneidezähnen und Zahn Nr. 5 scheint sich auch gerade auf den Weg zu machen.
  4. Du wirst immer noch voll gestillt. Wir bringen Dich jeden Tag mit Beikost in Kontakt, teils mittels Brei, teil BLW, aber so richtig hast Du deine Liebe dazu noch nicht entdeckt - es ist ja auch noch Zeit. Und mit Deinen zehn Kilo machst Du wahrhaftig nicht den Eindruck, als würdest Du mit meiner Milch verhungern!
  5. Wenn Du lachst und Dich über etwas freust, wirfst Du Deine Nase in Falten, zeigst Deine kleinen Zähne und grunzt wie ein kleines Wildschweinchen - zum Fressen!
  6. Du bist unsterblich verliebt: In Deinen großen Bruder. Sobald Mattis den Raum betritt, geht für Dich die Sonne auf und es ist so schön zu sehen, wie lieb ihr Euch habt! Wir sind die glücklichsten und stolzesten Eltern der Welt . was haben wir für tolle Jungs!
  7. Du bist ein Bauchschläfer. Seit Du vier Wochen alt bist.
  8. Du bist ein Dickkopf und weißt ganz genau was Du willst. Und versuchst dieses auch mit aller Kraft durchzusetzen.
  9. Du hasst alles gummiartige in Deinem Mund: Schnuller, Flasche, Beißring & Co. finden bei Dir keinerlei Beachtung. Somit wird auch Wasser aus dem Glas "getrunken" (und aus dem Mund gespuckt - wir üben ja noch!).
  10. Du babbelst, kiekst, lachst und schreist ohne Unterlass und entdeckst Deine Stimme immer mehr für Dich. Das macht Dir einen Heidenspaß - wenn Du reden kannst, werden uns bestimmt die Ohren klingeln!
  11. Du legst Dein Gesicht gerne auf den Holzfußboden und "blubberst" dann. Zum Kaputtlachen!
Mein kleines Mäuschen, was bist Du bloß für eine Bereicherung in unserem Leben! Durch Dich sind wir komplett, eine Familie und noch viel mehr Liebe! Ich kann es kaum erwarten, Dich in Deiner weiteren Entwicklung zu begleiten - das wird eine turbulente und wunderschöne Zeit! Ich freu mich drauf!
 
Ich liebe Dich.
Deine Mama
 
 

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Leben und l(i)eben lassen.

Elternsein macht alles neu. 
Verändert einen Menschen, stellt das Leben auf den Kopf. Wirft Fragen auf, deren Antworten man oft nur für sich selbst rausfinden kann/muß. Und in all dieser Unsicherheit und dem Wunsch, alles perfekt machen zu wollen, kommen dann noch die Stimmen. Stimmen von Fremden, die es gut meinen, Stimmen von Freunden, die helfen wollen, Stimmen von der Familie, die es besser wissen...
Kennt ihr das?
Es macht mich rasend. ICH bin die Mutter. ICH habe mein Kind 40 Wochen im Bauch getragen, niemand kennt mein Kind so gut wie ICH! Das mag egoistisch klingen, so ist es aber nicht gemeint, auch war ich oft für einen gutgemeinten Rat in besonders schweren Zeiten (Koliken und schlaflose Nächte über Mooonate) dankbar. Und doch gibt es Menschen, die immer ALLES besser wissen und mein Tun und Handeln grob verurteilen, das verletzt mich sehr. Ich möchte als Mutter schließlich nur das Beste für mein Kind. Wer möchte das nicht? Zu hören, das man eigentlich alles falsch macht, tut sehr weh. Obwohl ich weiß, das es 100%ig richtig ist, habe ich das Gefühl mich immer und immer wieder rechtfertigen zu müssen.
Es ist doch so:
Ich gehe davon aus, das jede Mutter nur das Beste für ihr Kind möchte. Auch wenn wir grundverschiedene Ansichten haben und ich vieles vielleicht insgeheim nicht gutheiße, heißt es noch lange nicht, das ich ihr reinrede, bzw. ihr sage, das es schlecht ist, wie sie das vorhat. Ich agiere nach dem Motto "Leben und leben lassen" - solange niemand grob fahrlässig handelt, dem Kind Schaden zufügt, etc., darf jeder tun und lassen was er will.
Stillen oder Flasche, Familienbett oder Kinderzimmer, Tragen - ja oder nein, 
Pro & Kontra Impfungen.... Na, ihr wisst schon was ich meine.
Ein kleines Beispiel:
Ich bin eine Stillmama. Ich tu es gerne und weiß, das es meinem Kind gut tut. Es ist praktisch, günstig und es gibt Nähe. Ich geniesse es. Mein Kleiner ist jetzt knapp sieben Monate alt, wird fast immer noch komplett gestillt, weil er einfach noch nicht die Ambitionen zur Beikost hat. Brei findet er ganz furchtbar, er ist mehr das BLW-Baby, erkundet Nahrung, hat gerne was in der Hand und das ist auch völlig in Ordnung. Wasser trinkt er nur aus einem Glas. Klar, kann ich da nicht so einfach eine komplette Mahlzeit ersetzen und stille ihn nach wie vor oft. Für mich und meinen Sohn kein Problem - für andere komischerweise schon.
"Davon wird er ja nie satt!"
"Du musst ihm immer wieder Brei geben, da MUSS er sich halt dran gewöhnen!"
Wie lange willst Du ihn denn NOCH stillen???"
Puh. Durchatmen. Das sind nur ein paar der Sätze, die mir zum Thema Stillen um die Ohren fliegen. Mein Baby wiegt knappe zehn Kilo - somit kann man wohl nicht behaupten, das er nicht satt wird. Und überhaupt: Wie kann man etwas schlecht reden, was wissenschaftlich erwiesen das ALLERBESTE für das Kind ist?
Genauso Familienbett und Tragetuch stoßen hierzulande immer wieder auf harte Kritik.
"Du verwöhnst ihn!"
"Wie soll das denn später werden?"
Bla bla bla.
Ach, ich merk schon, ich könnte Romane über dieses Thema schreiben und stolpere doch auf der Suche nach den richtigen Worten... Ich hoffe, Ihr werdet schlau aus dem Text und versteht, was ich eigentlich damit sagen möchte.
Fakt ist doch, das jeder nach bestem Wissen und Gewissen sein Kind erziehen solte. Mit Bauchgefühl und ganz viel Herz. Wenn diese Grundlagen da sind, kann der Rest doch eigentlich nicht so verkehrt sein, oder? 

Leben und leben lassen.
Oder besser:
Leben und LIEBEN lassen.

In diesem Sinne
ganz liebe Grüße,



Mittwoch, 3. Oktober 2012

Liebe ist...


...wenn der Große dem Kleinen die Welt anhand von Bilderbüchern erklärt.
Wir wünschen Euch einen sonnigen Feiertag!

Herbstliche Grüße,